Der Tourismus in Koh Samui

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Koh Samui's Strände wurden in den frühen 70gern von den soganannten Rucksacktouristen, Backpackern oder auch als Hippies bezeichneten Weißen, als Urlaubsgebiet entdeckt. Die wirklich allerersten von ihnen, ich kenne noch ein paar von ihnen, erinnern sich noch recht gut an den Moment wo sie das erste Mal den Inselbewohnern gegenüber standen. Sie wurden von den Einheimischen bestaunt wie Geister oder Götter. Ganz vorsichtig näherte man sich einander und die "Samuianer" wollten unbedingt einmal die weiße Haut der Fremden anfassen.

Schnell hatte man sich jedoch aneinander gewöhnt und die Einheimischen bauten für diese ersten Touristen nach und kleine Bungalowanlagen am Strand die sie für wenig Geld an diese ersten Urlauber vermieteten. Selbst bis Mitte der 90ger Jahre gab es noch Bungalowanlagen mit den kleinen Bambushütten, die man für ca. 40,- Baht pro Tag mieten konnte und ein zünftiges "Thaicurry" oder "Fried Rice" im angeschlossenen Restaurant gab es ab ca. 20,- Baht.

Als ich 1988 das erste mal nach Samui kam, war es noch an jedem Restaurant angeschlagen: "We have Magic Mushrooms." Nur ein Jahr später, bei meinem 2. Besuch waren all diese Schilder verschwunden. Magic Mushrooms, das ist ein morchelähnlicher Pilz, der nur auf Büffelkot wächst. Eingebacken in Pancake oder Kekse verursacht er nicht kontrollierbare Halluzinationen und ist somit eine Droge, die es wie gesagt bis 1988 noch in jedem Restaurant an der Straße zu kaufen gab. Die Tatsache, daß alle diese Schilder plötzlich verschwunden waren, hatte aber einen ganz anderen Grund: Der Pauschaltourismus und damit die Zivilisation hatte Einzug gehalten in Koh Samui. Erste Bungalowanlagen rüsteten auf und bauten Klimaanlagen in ihre Bungalows und Swimingpools. In der gleichen Zeit entstanden auch die ersten großen Hotelanlagen und 1987 eröffnete auch der kleine private Airport der Bangkok Airways und die ersten Touristen konnten die Insel nun per Direktflug von Bangkok aus errechen.

Von da an war der touristische Boom nicht mehr aufzuhalten, auch wenn viele dieser "besseren Touristen" mit den oftmals improvisierten Gegebenheiten auf der Insel überhaupt nicht zufrieden waren und fast jeder auf der Insel mit einem touristischen Supergau rechnete, nämlich das die Reiseveranstalter wegen der ständig entweder verschlammten oder verstaubten und mit Schlaglöchern übersäten Straßen, einfach keine Touristen mehr herschicken würden. Viele der Neuankömmlinge waren von dem Transfer vom Airport zum Hotel so schockiert, das sie gleich beim ersten Treffen mit dem Reiseleiter verlangten, nach Phuket ausgeflogen zu werden. Einige weigerten sich gar im Hotel überhaupt erst einzuchecken und wollten gleich wieder weg, noch bevor sie überhaupt jemals den Strand gesehen hatten.

Aber wie gesagt, der Boom war nicht zu stoppen und heute hat Koh Samui mehrere tausend Hotelzimmer in allen erdenklichen Kategorien bis hin zu Hotels mit eigenem Butler, Jacuzzi Pool usw. Die Straße am Chaweng Beach steht nach einem kräftigen Regenguss stellenweise immer noch knietief unter Wasser aber alle sind glücklich und zufrieden und genießen die traumhaften Strände auf der anderen Seite der Hotels.

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